100 Frauen am Samstagnachmittag aktiv beim 13. Frauensporttag in Uelzen

 

Am  Samstag, den 11. November, richtete der Kreissportbund Uelzen zum 13. Mal den Frauensporttag aus. Rund 100 Frauen konnte der KSB dabei in den beiden Turnhallen des Lessing-Gymnasiums begrüßen.

 

Der Tag begann um 14 Uhr mit der Begrüßung aller Teilnehmerinnen durch Anneliese Kruppa und Elke Radtke in der LEG Halle Süd. Anschließend ging es für alle zum gemeinsamen Auftakt. Mit einer halben Stunde Aroha, was Elemente des Haka, traditionelle Elemente des Kung-Fu-Fighting und des Tai-Chi tanzend miteinander verbindet, begann die insgesamt vierstündige Veranstaltung, welche unter dem Motto „Kennenlernen – Ausprobieren – Mitmachen“ stattfand.

 

Anschließend ging es für jede Teilnehmerin in die beiden, zuvor selbstgewählten, je einstündigen Workshops. Hierbei gab es im ersten Block die Auswahl zwischen „Power Yoga“ bei Andrea Griebel (VfL Lüneburg), „Fitte Füße“ bei Dörte Hennings (SV Natendorf) und „Afrikanische Tänze“ bei Barbara Schankweiler. Im zweiten Block konnten die Frauen zwischen „Pilates & Entspannung“ bei Gudrun Garbe-Köhnecke (Turnkreis Uelzen), „KiBoPo“ bei Karina Dierks (TV Uelzen) und nochmal eine Einheit „Aroha“, welches wie zu Beginn auch wieder von Stefanie Feldhaus-Markefke (SC Kirch- und Westerweyhe) angeleitet wurde, wählen. Zwischen den beiden Blöcken gab es dann noch eine halbstündige Pause, in der sich alle Teilnehmerinnen bei Kaffee & Kuchen stärken und gesammelte Erfahrungen austauschen konnten.

 

Zum Abschluss der Veranstaltung erhielt jede Teilnehmerin eine Rose vom 2. Vorsitzenden des KSB, Torben Lange, und die Referentinnen je einen kleinen Blumenstrauß als Dankeschön für ihre Leitung und Teilnahme an den Angeboten. Insgesamt war es eine super Veranstaltung in einer lockereren und angenehmen Atomsphäre.

 

AGIL - Aktiv und gesund in der zweiten Lebenshälfte

 

Während insgesamt die Weltbevölkerung wächst, werden seit vier Jahrzenten die Deutschen immer weniger. Im Jahre 2030, so das Landesamt für Statistik Niedersachsen, werden in Niedersachsen noch ca. 7,5 Mio. Menschen (2025: 7,6 Mio. Menschen) leben, wobei die Zahl der Kinder und Jugendlichen am deutlichsten abnimmt.

Während im Jahr 2008 noch 1,4 Mio. Kinder und Jugendliche in Niedersachsen lebten, werden es 2030 nur noch 1,1 Mio. sein. Wohingegen die Zahl der 65-jährigen und Älteren von 1,6 Mio. auf 2,1 Mio. Menschen steigt. In den Sportvereinen ist diese Altersgruppe allerdings unterrepräsentiert. Mit dem Programm „AGIL – Aktiv und Gesund in der 2. Lebenshälfte“ will der LSB dieser Situation entgegentreten, den älteren Menschen den Zugang zu einer sportlich aktiven Lebensgestaltung erleichtern und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen verbessern und schaffen.

40 Prozent der Bevölkerung in Niedersachsen ist älter als 50 Jahre. Und dieser Anteil wird in den kommenden Jahren noch stärker zunehmen. Wer im Alter fit und gesund bleiben möchte, um somit seine Lebensqualität zu erhöhen, der kommt an einer aktiven Freizeitgestaltung nicht vorbei. Und, eine aktive Freizeitgestaltung in der Gemeinschaft fördert zudem die sozialen Kontakte. Die Angebotsbreite, die ein Sportverein anbieten müsste, um jedem gerecht zu werden, ist enorm und durch vier Parameter bestimmt:

 

1. Das Alter,  50-jährige haben einen anderen Anspruch an den Sport, als 70-jährige.

 

2. Die Vorerfahrung, neben Wiedereinsteigern und schon ewig Sporttreibenden gibt es auch im Alter Neueinsteiger mit geringen bis gar keinen Vorerfahrungen.

 

3. Das Motiv, Geselligkeit mag das Motiv sein, was mit weiteren Motiven verbunden ist. Ferner reicht die Spannbreite von einer reinen Gesundheitsorientierung bis hin zum Leistungssport.

 

4. Die Vereinsbindung, auch wenn unsere Vorstellung auf eine Dauermitgliedschaft in einem Sportverein hinzielt müssen wir immer mehr erkennen, dass auch in dieser Altersgruppe Sportinteressierte einen zeitlich begrenzten Rahmen (Kurangebot) vorziehen.

Elke Radtke

Referentin für Sport mit Älteren